Vorübergehend verheiratet – Ein Groschenroman

eva-bolsani-voruebergehend-verheiratet-ein-groschenroman-1170x650Der zweite Liebesroman von Eva Bolsani.

Trotz einer größeren Erbschaft verläuft Peggys Leben eher eintönig, sie erwartet gar nicht, die große Liebe zu finden. Das ändert sich schlagartig, als sie auf einer Party dem faszinierenden Liam begegnet – der auch noch in finanziellen Schwierigkeiten steckt.

Peggy schmiedet einen Plan, der so gar nicht zu der schüchternen, unscheinbaren Frau passen will: Wenn Liam sie heiraten würde, wären all’ seine Probleme gelöst. Wird der attraktive Mann sich darauf einlassen? Ist Peggy mutig genug, um ihm zu gestehen, dass sie sich längst in ihn verliebt hat? Gibt es eine Chance, dass Liam ihre Liebe sogar erwidert?

Eine romantische Liebesgeschichte, in der die Reihenfolge verliebt, verlobt, verheiratet nicht so ganz eingehalten wird.

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Leseprobe

Einen Moment lang sah er sie stirnrunzelnd an, als überlege er, woher er sie kennen könnte. Dann erhob er sich höflich und setzte eine nichtssagende, professionelle Miene auf.

»Was kann ich für Sie tun, Frau …?«

»Fandermeier, Peggy Fandermeier«, stammelte Peggy. Was hatte sie nochmal sagen wollen?

»Also, Frau Fandermeier. Bitte nehmen Sie Platz.«

Die höfliche Miene blieb. Dummerweise konnte sich Peggy an keines ihrer zuvor wohlüberlegten Worte erinnern. Umständlich setzte sie sich auf einen der Besucherstühle vor seinem Schreibtisch. Da sie nun wohl irgendwas sagen musste, platzte sie heraus:

»Ich habe gehört, Sie sind in finanziellen Schwierigkeiten. Ich würde da gerne helfen.«

Peggy klammerte sich an ihrer Handtasche fest.

»Sie möchten investieren?«

»Na ja, sozusagen, also, ja.«

Er brauchte also wirklich Geld. Vielleicht würde er bei ihrem verrücktem Plan tatsächlich mitmachen.

»Ich habe die Firma erst vor kurzem geerbt«, sagte Liam, »und ich gebe zu, eine Investition wäre nicht unwillkommen. Allerdings müsste diese – um tatsächlich Wirkung zu zeigen – den Rahmen eines kleinen Sparbuches schon erheblich sprengen.«

»Das dachte ich mir«, sagte Peggy fest. Mit zitternden Händen öffnete sie ihre Handtasche und zog ihre Unterlagen heraus.

»Außerdem muss ich Sie darauf hinweisen, dass Ihre Investition keineswegs sicher wäre.«

»Das dachte ich mir«, wiederholte Peggy. Schön langsam wurde es ernst. Die Zahnschmerzen waren vergessen. Stattdessen bildete sich ein ängstlicher Knoten in ihrem Magen.

»Sie haben geerbt?«

Peggy spürte, wie sie rot wurde. Wie hatte er das denn erraten?

»Äh, ja. Mein Onkel hat mir einiges vererbt.«

»Und da haben Sie gehört, dass die Rabenzeller Druckerzeugnisse in Schwierigkeiten sind und beschlossen, Ihr Geld hier zu investieren?«

»Äh, ja.«

»Einfach so?«

»Äh, nein.«

»Frau Fandermeier. So kommen wir doch nicht weiter«, sagte er anhaltend höflich, »was haben Sie sich denn vorgestellt?«

»Äh, na ja, eine Gegenleistung habe ich mir schon vorgestellt«, brachte sie irgendwie heraus.

»Nämlich?«

Peggy schaffte es nicht, ihm weiter in die Augen zu sehen und senkte den Blick.

»Sie können das Geld von meinem Onkel haben, ich brauch es nicht, und ich will es auch nicht zurück, allerdings möchte ich, dass wir dafür heiraten.«

»Was?!«

Das klang verärgert. Peggy starrte weiter auf ihre Hände. Ihr wurde heiß.